KategorieDatenbanken

$wpdb->insert funktioniert nicht ohne erkennbaren Grund

Die Insert-Funktion der WordPress-eigenen Datenbankklasse ist bekanntermaßen sehr nützlich.
Allerdings gibt es eine wenig dokumentierte Einschränkung, welche einen an den Rand der Verzweiflung treiben kann.

Sofern man nämlich bspw. an ein als VARCHAR definiertes Feld mit einem String über die $wpdb->insert-Funktion füllen möchte, darf dieser String nicht länger als sein, als in der MySQL-Tabelle definiert. Ansonsten tut WordPress nämlich einfach gar nichts; keine Fehlermeldung, keine last_query, niente!

Zu allgemein? Wenn ich ein Feld „plz“ mit VARCHAR(5) definiert habe und über $wpdb->insert „123456“ zu schreiben versuche, passiert einfach gar nichts.

Nun kann man natürlich danach schreien, dass man doch alle Daten vor dem Schreiben validieren muss, aber MySQL selbst hat sich da gar nicht so. MySQL schneidet den String einfach ab und gut ist. Ein Insert über $wpdb->query funktionert natürlich, da es ja nur ein Wrapper für eine MySQL-Abfrage ist.

Wie kann man bei DomainFactory auf die Datenbank in einem anderen Auftrag per PHP zugreifen?

Bei vielen Hostern kann man auf alle Datenbanken des Hosters, so man die Zugangsdaten hat, zugreifen. Bei einigen Hostern kann man sogar externen Zugriff auf die Datenbanken gestatten.
Bei DomainFactory geht das leider nicht ohne Weiteres. Auch wenn eine Konfigurierbarkeit der Zugriffsmöglichkeiten wünschenswert wäre, muss man doch auf die etwas unhandliche Variante des SSH-Tunnels zurückgreifen.

Sofern man auf der Konsole per SSH arbeitet, ist das nicht weiter schwierig. Auf Server A einfach

eingeben, dass passende Kennwort für den SSH-Benutzer auf Server B eingeben und fertig.

Wenn man jetzt auch gleich noch den Datenbankzugriff auf eine MySql5-DB auf Server B haben möchte, sieht das dann so aus:

Anschließend lässt sich über den Host 127.0.0.1 auf Port 3307 auf die Datenbanken auf Server B zugreifen.

Wenn man nun das Ganze in PHP abbilden möchte, lernt man schnell, dass man zwar mit shell_exec() die SSH-Verbindung anstoßen kann, aber eben nicht das Kennwort übergeben kann.

Die Lösung ist eigentlich ganz einfach. Man generiert entsprechende Schlüssel und anschließend funktioniert der Zugriff ohne Eingabe eines Kennwortes.

Folgendes ist zu tun.

Auf Server A (von dem aus auf Server B zugegriffen werden soll) auf der Konsole:

eingeben und alle Abfragen mit [RETURN] bestätigen.
Es werden dann im Verzeichnis .ssh zwei Dateien abgelegt. Der private Schlüssel id_rsa und der öffentliche Schlüssel id_rsa.pub.

Die Datei id_rsa.pub muss anschließend auf den Server B in das Verzeichnis .ssh kopiert werden und anschließend in authorized_keys umbenannt werden. Sollte die Datei authorized_keys schon bestehen, so ist die id_rsa.pub mit der authorized_keys zu konkatenieren.
Anschließend muss das Verzeichnis .ssh noch auf die Rechte 0700 und die Datei authorized_keys auf die Rechte 0600 gesetzt werden.

Ein Test auf der Konsole von Server A mit

sollte nunmehr eine SSH-Vergbindung mit Server B ohne Rückfrage nach einem Passwort aufbauen.

Sofern das alles funktioniert, kann man nunmehr per PHP den SSH-Tunnel aufbauen und sich dann mit der Datenbank verbinden:

Das „2>&1“ kann man weglassen. Es sorgt lediglich dafür, dass in Verbindung mit der Option -v die Ausgaben der Konsole tatsächlich zurückgegeben werden.
Bei der mysqli-Verbindung muss zwingend 127.0.0.1 statt localhost angegeben werden, da ansonsten versucht wird, eine Socket-Verbindung statt einer Verbindung über Port 3307 aufzubauen, was natürlich nicht funktioniert.

Wie kann ich eine WordPress-Installation möglichst schnell und elegant umziehen?

Neben der „klassischen“ Methode (Dateien einzeln per FTP herunterladen, DB-Backup per PHPMyAdmin erstellen) gibt es auch noch den etwas eleganteren Umweg über die Kommandozeile.

Oftmals hat man jedoch in einfacheren Hostingpaketen keinen Zugriff per Telnet oder SSH. Allerdings lassen sich fast immer trotzdem Systembefehle absetzen.

Diesen Umstand kann man sich für eine schnelle Erstellung von Backups von Code und DB zu nutze machen.

Backup DB:
system("mysqldump --opt -Q -h DB-ALT-HOST -u DB-ALT-USER -p DB-ALT-NAME --password=\"DB-ALT-PASSWORT\" > ./dbdump.sql",$ret);

Backup Code:
system("tar -zcf ./backup.tar.gz ./*",$ret);

Anschließend werden die beiden erzeugten Dateien per (S)FTP heruntergeladen und auf den neuen Server hochgeladen.

DB einspielen:
system("mysql -h DB-NEU-HOST -u DB-NEU-USER --password=\"DB-NEU-PASSWORT\" DB-NEU-NAME < ./dbdump.sql");

Code entpacken:
system("tar -xvzf ./backup.tar.gz ",$ret);

Anschließend müssen in der Datei „wp-config.php“ noch die neuen DB-Daten eingetragen werden.

Hinter den DB-Daten müssen dann noch die beiden Zeilen für die neue Domain eingetragen werden:
define('WP_SITEURL', 'http://www.neue-adresse.de');
define('WP_HOME', 'http://www.neue-adresse.de');

Weiterhin sollte noch folgende Zeile eigefügt werden:
define('RELOCATE', true);

Anschließend muss die Login-Seite aufgerufen werden:
http://www.neue-adresse.de/wp-login.php

Diese Zeile wird noch vor dem Ausfüllen des Login-Formulars wieder entfernt.

Im Dashboard dann ein Plugin, z.B. „Better Search and Replace“, installieren und die alten URLs in der Datenbank durch die neuen URLs ersetzen.

WordPress zeigt nach dem Umzug keine Stylesheets oder Bilder an oder beim Versuch auf wp-admin zuzugreifen wirft der Server einen Fehler 403

Insbesondere beim Umzug zu einem neuen Hoster kann es vorkommen, dass beim Kopieren oder Entpacken der Dateien die Verzeichnisrechte nicht korrekt übernommen werden.

Dieses Problem lässt sich relativ leicht beheben, indem in einem FTP-Programm alle Verzeichnisse (rekursiv!) die Rechte 755 und alle Dateien die Rechte 644 zugewiesen bekommen.

Sollte man Zugriff auf die Serverkonsole, bspw. per SSH, haben, kann das Problem deutlich schneller gelöst werden, indem im WP-Stammverzeichnis folgende Befehle ausgeführt werden:
find ./ -type d -exec chmod 755 {} +
find ./ -type f -exec chmod 644 {} +

MYSQL Visualizer – Ein schlankes, webbasiertes Tool, um Datenbankstrukturen zu visualisieren

Wer jemals versucht hat, eine fremde Datenbankstruktur zu verstehen – oder, noch schlimmer – ein altes Projekt revisionieren sollte, der kennt das Problem: Wie zum Teufel hängen diese verd… Tabellen zusammen?

Natürlich gibt es professionelle Lösungen, die wahlweise vieles können, aber nicht das, was man will, oder die ein Schweinegeld kosten.

Aber eigentlich will man doch nur kurz visualisieren, welche Tabellen es gibt und wie sie zusammenhängen.

Das kleine Tool MYSQL Visualizer tut genau das. Man kopiert es in ein Verzeichnis auf dem passenden Webspace, legt einen Verzeichnisschutz drauf und ruft es auf. Nach Eingabe der DB-Konnektivitätsdaten zieht das Tool die Daten der Tabellen und Felder und stellt diese grafisch dar.

Anschließend lassen sich unbedeutende Tabellen ausblenden, die vorhandenen Tabellen neu auf dem Workspace positionieren und zwischen den Felder Abhängigkeiten mittels Linien herstellen. Beim Verschieben der Tabellen auf dem Workspace werden selbstverständlich auch die Verknüpfungen aktualisiert.

Neue Tabellen und Felder lassen sich problemlos einlesen, ohne dass vorhandene Verknüpfungen verloren gehen.

In der aktuellen Beta-Version werden die Tabellenpositionen zwar noch nicht an geänderte Workspacegrößen angepasst, aber ansonsten läuft das Tool angenehm stabil und speichert alle Eingaben zuverlässig ab.

Auf vielfachen Wunsch habe ich mal eine Demoumgebung für den MySQL Visualizer eingereichtet.