Wie kann ich die Standard-PHP-Version auf meinem Synology NAS ändern?

– ggfs. SSH in der Systemsteuerung des NAS aktivieren
– via Putty oder Bitvise oder einen anderen SSH-Client auf dem NAS einloggen
– folgende Befehle abschicken

Auf einem Synology NAS unter DSM lassen sich per Webserver-Script keine Dateien anlegen

Wenn sich bspw. per PHP auf dem Webserver eines Synology NAS keine Dateien anlegen lassen, ist der Grund meist eine mangelnde Rechtezuweisung für die Gruppe “http”.

Meist gibt es dann hübsche Fehlermeldung Warning: fopen(...): failed to open stream: Permission denied in /volume1/web/xyz.php

Um das Problem zu beheben, sind nur wenige Schritte notwendig:

  1. im Backend des NAS die Systemsteuerung öffnen
  2. “Gemeinsamer Ordner” anklicken
  3. in der Liste den betreffenden Ordner anklicken
  4. Button “Bearbeiten” anklicken
  5. im sich öffnenden Fenster den Reiter “Berechtigungen” anklicken
  6. in der Selectbox oben links “Lokale Gruppen” auswählen
  7. für “http” die Checkbox “Lesen/Schreiben” markieren
  8. den Button “OK” anklicken

Nunmehr sollte es keine Probleme mehr geben.

Ein paar wissenswerte Anmerkungen zu IMAP mit PHP

Da ich kürzlich ein Hostingpaket eines Kunden von einem Hoster zum nächsten umziehen sollte, stellte sich das Problem der Postfach-Migration.

Da der Kunde alle E-Mails per IMAP abruft, waren alle Mails auf den Servern des Alt-Hosters gespeichert. Es handelte sich um eine hohe zweistellige Anzahl an Postfächern, von denen viele eine fünfstellige Anzahl an E-Mails beherbergten und Größen im zweistelligen GB-Bereich erreichten.

Früher hätte man das mit IMAPSize relativ einfach erledigen können, aber seit SSL üblich ist, funktioniert IMAPSize halt meist nicht mehr; so auch in diesem Fall. Thunderbird & Co. strecken bei solchen Postfächern ebenfalls meist die Hufe.

Eine Suche nach “IMAP Mail Migration / Umzug” brachte als brauchbare Lösung nur Mailstore Server zu Tage. Allerdings bei dieser Anzahl an Postfächern auch nicht direkt zu einem kleinen Kurs für einen kleineren Gewerbetreibenden.

Nun gut, dann halt per Script. Da gibt es ja bestimmt etwas brauchbares. In Perl gibt es tatsächlich etwas, aber Perl gehört nicht zu meinen üblichen Spielwiesen. Und es gibt auch etwas in PHP. Allerdings war das relativ grob zusammengeschustert und tat nur ansatzweise, was es sollte. Also blieb nur, die Anregungen aus den vorhandenen Scripten aufzunehmen und selbst etwas zu bauen.

Aufgrund der Größe der Postfächer war klar, dass es mit den begrenzten Scriptlaufzeiten auf dem Webserver sicherlich keinen Erfolg geben wird. Also muss man auf die Shell ausweichen.

Ohne zu sehr ins Detail gehen zu wollen, ergaben sich dabei ein paar interessante Probleme:

1. Die Message-IDs innerhalb einer Mailbox (nicht innerhalb des Postfachs) waren nicht eineindeutig, obwohl das so sein sollte.
Warum das wichtig ist, wenn man die Mails doch nur von einem Postfach ins andere Schaufeln möchte? Nun, der Umzug eines Hostingpakets hängt zeitlich von vielen Faktoren ab. Aufgrund der Größe der Postfächer wurden die Postfächer schon im Vorfeld kopiert. Anschließend sollten nur noch inkrementelle Updates gefahren werden.
Um inkrementelle Updates zu realisieren, muss man die E-Mails im alten und neuen Postfach jedoch eindeutig identifizieren können.
Na dann halt eine Kombination aus Message-ID und Zeitstempel im Header der E-Mail. Lustig, denn damit kommen wir zum zweiten Problem:

2. Nicht jede E-Mail hat einen Zeitstempel (Eigenschaft “Date / date” im Header).
Also war eine eindeutige Identifizierung über eine Kombination aus Message-ID und Zeitstempel auch nicht ohne weiteres möglich.
Glücklicherweise verhalten sich die Mail-Server verlässlicher als die absendenden Mail-Clients und -Generatoren. Sie legen tatsächlich im Header jeweils einen “Received”-Eintrag an. Leider geben die PHP-IMAP-Funktionen genau diesen Wert (bzw. diese Werte, da es mehrere Received-Einträge im Header gaben kann) nicht zurück. Es bleibt also nur der Weg, den Header selbst zu zerlegen und den letzten Received-Zeitpunkt zu extrahieren.
Nun kann man anhand der Message-ID und des Zeitstempels alle Mails im Ursprungs- und Ziel-Postfach eindeutig identifizieren und verhindern, dass E-Mails mehrfach übertragen werden.

Zumindest bei E-Mails, die keinen Date-Eintrag im Header haben, sollte man dann beim Aufruf von “imap_append” den Zeitstempel mit übergeben. Interessanter Weise wird im RFC 3501 immer auf RFC 2822 verwiesen. Im Header sind alle Datumswerte auch ganz offensichtlich gemäß der PHP-Konstante DATE_RFC2822 formatiert. Wenn man nun versucht, imap_append mit einem Zeitstempel gemäß RFC 2822 zu füttern, bekommt man die höfliche Notiz, dass diese Angabe ungültig ist. Auch ein reiner Unix-Zeitstempel führt nicht zum Erfolg.
Stattdess muss es ein String gemäß dem Muster date( "d-M-Y H:i:s O", #Unix-Zeitstempel# ); sein. Falls das irgendwo brauchbar dokumentiert ist, war ich jedenfalls nicht in der Lage, es zu finden.

3. Ein weiterer Spaß ist die Kodierung und Struktur der Mailboxnamen (für gewöhnlich als Ordner wahrgenommen). Gemäß RFC 3501 wird eine spezielle Version von UTF-7 für die Kodierung verwendet. Das ist immer dann von Bedeutung, wenn auf dem Quellserver Umlaute für die Mailboxen verwendet werden. Im deutschsprachigen Raum ist das relativ häufig der Fall, da oftmals für die Standard-Mailbox “Drafts” das deutsche “Entwürfe” verwendet wird.
Auch der Delimiter (Hierarchie-Trenner) verdient Beachtung. Während bei der Anlage neuer Mailboxen grundsätzlicher der Slash “/” als Trenner verwendet werden kann, gilt dies auf dem Quellserver für den lesenden Zugriff nicht. Hier heißt es unbedingt mit “imap_getmailboxes” die Mailboxen abzufragen, wobei die Eigenschaft “delimiter” mit übergeben wird, welche man dann zwingend als Trenner auf dem Quellserver verwenden muss.

4. Die Funktion “imap_rfc822_parse_headers” schmiert sehr elegant mit einem “Fatal error” ab, wenn der Header einer E-Mail die Größe von 16 KB übersteigt. Üblicherweise sind Header eher um die 4 KB groß, aber ganz gelegentlich gibt es halt mal Ausreißer. Da hilft nur, den zu übergebenden Header abzuschneiden…

Nachdem alle diese Fallstricke umgangen waren, stand einer erfolgreichen Mail-Migration nichts mehr im Weg. ABER!

Tatsächlich war bei einigen E-Mails der Aufruf von imap_append nicht erfolgreich. Es gab die freundliche Warnung “Can’t save a zero byte message (0.001 + 0.000 secs)”. Zu Analysezwecken habe ich diese Mails dann in EML-Dateien geschrieben und näher angeschaut. Es handelte sich bei diesen E-Mails ausschließlich um Spam-Mails, die nicht wohlgeformt waren.
Damit der Kunde die Diskrepanz zwischen Quell- und Zielpostfach versteht, ließ ich also ein Logfile mitlaufen und exportierte nicht migrierbare in EML-Dateien, um diese zu übergeben.

TinyMCE in WordPress per AJAX aufrufen

TinyMCE lässt sich in Plugins sehr einfach über wp_editor() aufrufen. Allerdings funktioniert das nicht, sobald der Call über AJAX erfolgt, bspw. um in einem Modal TinyMCE zu verwenden.

Abhilfe schafft der Aufruf von

nach dem Schließen des beinhaltenden Formulars.

Anschließend funktionert TinyMCE auch im Modal.

Wichtig ist dabei, das Formular erst mit

zu schließen, da ansonsten das Formular “zerschossen” werden kann.

Die Ausgaben von wp_editor() und do_action lassen sich bei Bedarf übrigens einfach abfangen, wenn bspw. das Ergebnis der AJAX-Calls in einem JSON-encoded-Array zurückgegeben werden soll:

Wie erstelle ich ein Child-Theme in WordPress?

WordPress Child-Themes sind eine prima Sache, um fertige Themes anzupassen und zu erweitern, ohne dass diese Änderungen bei einem Update des Parent-Themes verloren gehen.

Um ein Child-Theme anzulegen, wird im WordPress-Themes-Verzeichnis ein neuer Ordner mit dem Zusatz “-child” angelegt. Wenn der Ordner des Parent-Themes “xyz” heißt, wird also ein Ordner mit dem Namen “xyz-child” angelegt.

In diesem Ordner muss es mindestens zwei Dateien geben:

  • stlye.css
  • functions.php

Wichtig ist zum einen der Header in der Datei style.css mit der Zeile “Template:”:

Und zum anderen das Einbinden der Stylesheets aus dem Parent-Theme mit dem anschließenden Einbinden der Stylesheets des Child-Themes:

Anschließemd muss das Child-Theme natürlich noch aktiviert werden.

Windows 10 Vorschaubilder für SVG-Dateien im Windows Explorer anzeigen

Windows unterstützt unschöner Weise traditionell keine Vorschau für SVG-Dateien.

Abhilfe schaft eine kleine Erweiterung namens SVG Viewer Extension for Windows Explorer, welche sich auf GitHub findet.

Die Erweiterung liegt als Release für Windows 32-bit und Windows 64-bit vor.

Wichtig ist, dass der Windows Explorer nach der Installation über den Task Manager ein Mal neu gestartet werden muss, damit die Erweiterung funktioniert. Ansonsten würde sie erst nach dem nächsten Neustart von Windows laufen.

Wie kann ich in der .htaccess dafür sorgen, dass meine Website nur unter einer Domain und SSL-verschlüsselt läuft

Domains sind spottbillig. Oftmals hat man diverse davon, die auf die gleiche Website zeigen (sollen).

Die Gründe dafür können vielfältig sein, z.B. möchte man alle Schreibweisen seiner Domain oder seines Firmennamens abdecken oder man hat irgendwann die Domain gewechselt und die alte gibt es noch.

Und selbstverständlich möchte man heutzutage sicher gehen, dass die eigene Website SSL-verschlüsselt, also über https ausgeliefert wird.

Diese Aufgabenstellung lässt sich relativ einfach über die .htaccess-Datei lösen, sofern mod_rewrite verfügbar ist:

Zu beachten ist eigentlich nur, dass in der Rewrite-Bedingung (RewriteCond) die Punkte im Domainnamen maskiert werden müssen.

Wie kann ich aus einem WordPress-Plugin heraus auf eine andere Datenbank zugreifen

Gelegentlich möchte man auf eine andere Datenbank zugreifen als auf die, auf der WordPress läuft.

Glücklicherweise kann man sehr leicht eine neue Instanz von wpdb anlegen: